25 Jahre Blizzard Entertainment – Ein persönlicher Kommentar

Hallo zusammen,

wie Ihr am weiter unten verlinkten Video sehen könnt, ist Blizzard nun bereits seit einem Vierteljahrhundert vertreten. Diese Zahl ist für unsere heutige Zeit unglaublich groß und bedeutet auch, mehr als nur ein Erstellen von Videospielen bzw. Computerspielen, Blizzard ist für viele Menschen weltweit zu einem Synonym geworden.

Und auch mich hat dieses Besondere nicht erst zu World of Warcraft-Zeiten erreicht. Über genau diese Zeit werde ich im Folgenden ein wenig schreiben.

Blizzard Entertainment allgemein

Sicherlich könnte man meinen, dass World of Warcraft mich mit Blizzard in Verbindung gebracht haben mag, dies ist allerdings nicht so.

Schon lange zuvor, wenn auch damals ganz anders wahrgenommen, kannte ich dieses Unternehmen, zumindest konnte ich sehr einfach die Verbindung aus Blizzard und “Diablo” und “Warcraft” herstellen. Nur war dies nicht so wie in der heutigen Zeit, vielmehr war alles noch viel schnelllebiger und viele Dinge habe ich nur am Rande wahrgenommen.

Diablo I und Diablo II

So hatte ich zwar auch etwas Diablo I damals gespielt, allerdings, warum auch immer, nur für wenige Stunden. Von daher kannte ich zwar schon sehr früh das so bekannte Logo von Blizzard, nur hat dieses mir damals einfach nichts bedeutet. Es war einfach ein Entwickler von einem Computerspiel. In heutiger Zeit würde man eine solche Überlegung wohl schon fast als Ketzerei bezeichnen, nur war es damals eben genau so.

Das aller erste Mal kam ich dann wirklich mit Blizzard in Kontakt, als Diablo und all seine Schergen auf erschreckende Art und Weise nach Sanktuario zurückkehrten. Dieses Spiel hat dann einen ganz anderen Stellenwert mit sich gebracht.

So werde ich wohl nie die Zwischensequenzen von Diablo II vergessen, und auch Deckard Cain wurde immer mehr ein Sinnbild für ein großartiges Game.

Ich habe dieses Spiel einfach nur geliebt, und doch war für mich mit Besiegen Diablos das Spiel auch beendet. So wusste ich damals nicht einmal, was Battle Net bedeutet oder auch der Hardcore-Modus.

Über Letzteres habe ich erst Jahre später durch einen Gildenkollegen in World of Warcraft, genannt “Irrlicht”, erfahren. Er beschrieb mir einen Modus, in dem der Tod endgültig ausfallen würde. Auch wenn ich zu der Zeit eigentlich mit Diablo zum größten Teil abgeschlossen hatte, so unglaublich großartig erschienen mir doch seine “Geschichten”.

Diablo II hat mich nicht nur aufgrund des Gameplays so begeistert, sondern auch aufgrund der Geschichte. Natürlich kann man nun sagen, wie dumm sich so etwas doch anhöre, schließlich sei Diablo einzig ein “Hack & Slay” und Story brauche  man fürs Metzeln doch eh nicht.

Nur waren die Zwischensequenzen für die damalige Zeit das absolute Optimum und erschütterten mich an einigen Stellen sogar. Welches Spiel kann denn Ähnliches vorzeigen ?

Warcraft III und Starcraft

Nachdem nun Diablo II eigentlich schon “durch” war, gab es besonders ein weiteres Spiel, mit dessen Genre ich zuvor eigentlich nie etwas anfangen konnte. Dieses Spiel, Warcraft III, ist bis heute in aller Munde, und viele Blizzard-Fans erwarten eine Ankündigung des vierten Teils auf so gut wie jeder neuen Blizzcon, bis jetzt vergebens.

Ich war nie Fan von Echtzeit-Strategie (RTS), und doch war mir dies relativ egal. Viele Missionen haben mir zwar nicht gefallen, und doch wollte ich einfach diese so unbeschreibliche Geschichte erleben, und eben nicht alles nur vom Hörensagen her kennen.

So kam ich in Kontakt mit großen Persönlichkeiten, die mich in den späteren Jahren noch so sehr begleiten würden. Alleine solche wichtigen Figuren wie Arthas Menethil, Jaina Proudmoore, Uther Lightbringer und viele mehr haben mich, und ich konnte damals nie genau beschreiben, wieso eigentlich, komplett in ihren Bann gezogen.

So werde ich wohl nie die Mission vergessen, als man das erste Mal Northrend betreten durfte, und die Allianz mit ihrer auf Gnomentechnologie basierenden Luftwaffe auf mich wartete. Genauso wenig wird man wohl je die Mission vergessen, in der Arthas Menethil, später der Lich King, sich mit der Stadt Stratholme “auseinandersetze”.

All diese Missionen, all diese Geschichte, all diese Zwischensequenzen kennt man selbst viele Jahre danach immer noch, auch wenn sie nur noch wie diffuse Umrandungen erscheinen. Man vergisst diesen Rahmen, in dem all das hier Beschriebene eingebettet ist, eben dann doch nicht so leicht, wie man es sich vorstellen könnte.

So konnte ich also ganz zum Schluss Arthas Menethil dabei “begleiten”, wie er sich dem Frozen Throne nähern durfte. Es hatte nicht nur etwas schon fast Episches an sich, sondern brachte, wenn auch nicht als Szene alleine, einfach die Lust mit sich, eine solche Welt noch einmal, unabhängig eines RTS-Spiels, irgendwann erleben zu dürfen.

Das zweite RTS-Game, mit dem ich allerdings erst etwas später in Kontakt geraten durfte, nennt sich Starcraft. Ich müsste lügen, wenn ich mit dem Starcraft-Universum so viel mehr verbinden würde, und doch war es zumindest in einer besonderen Hinsicht äußerst wichtig.

So wurde es für mich zum zweiten Blizzard-Game, das man im Multiplayer, bzw. über LAN, spielen konnte.

Leider hatte ich hier meist eher weniger Erfolg, aber Spaß gemacht hat es trotzdem.

So werde ich wohl nie ein Match vergessen, in dem meine gesamte Armee, damals die Protoss, eigentlich schon besiegt erschien, allerdings wollte ich mich damit nicht abfinden. So habe ich mit meinen letzten verbliebenen Einheiten versucht, eine zweite Basis aufzubauen, um irgendwie eine aller letzte Chance haben zu können.

Dieses Gefühl, ob mich mein Gegner nun findet und dann doch noch besiegt, oder eben nicht, war einfach nur grandios und hat mir wirklich viel Freude bereitet, auch wenn ich in den meisten Fällen leider auf der Verlierer-Straße zu Hause war. Auch diese Erinnerungen bleiben bestehen, möge es noch so viele Jahre her sein.

World of Warcraft

Über dieses Spiel könnte ich schon fast ein eigenes Buch schreiben, nur würde dies nun absolut den Rahmen sprengen, von daher versuche ich mich kurz zu fassen.

Wie man an der aktuellen Ausgabe von “Tobi quasselt” #6 gut erkennen kann, begleitet mich Azeroth und all dies, was damit verbunden ist, nun seit Release, und dieser hat im Februar 2005 stattgefunden, ja Ihr hört richtig, 2005 !

Zumindest für mich hat eigentlich kein anderes MMORPG auch nur im Ansatz so lange anhalten, und, wenn auch immer wieder mit einigen Höhen und Tiefen, immer wieder so viel Strahlkraft mit sich bringen können.

Ich habe in dem Spiel so gut wie alles nur Erdenkliche erlebt. Ich habe verschiedene Arten von Menschen treffen dürfen. Ich habe verschiedene Dungeons und Raids von innen gesehen, und doch, wenn man den Worten von Blizzard hier Glauben schenken darf, wartet noch so viel Content auf uns. Das Universum ist einfach so großartig, und hat so viele Facetten, dass es theoretisch noch Jahre andauern könnte.

Als Star Wars: The Old Republic vor einigen Jahren erschien, gab es von Bioware die Aussage, dass dieses Spiel um die 15 Jahre halten solle, oder, dass dies zumindest ein Traum wäre. World of Warcraft ist einer solchen für die heutigen Zeit so utopischen Zahl näher als jedes andere MMORPG in den letzten Jahren.

Sicherlich gibt es auch immer noch Anhänger der ganz alten Spiele, und diese würden ein solches Statement gerne als eine Art von Affront abstempeln, nur muss man sich auch den Stellenwert vor Augen führen.

Blizzard Entertainment hat mit World of Warcraft über die Jahre etwas geschaffen, was es in der Art und Weise wohl nie wieder geben wird. Ich bin ziemlich sicher, dass auch Blizzard selbst es so gut wie nie wieder probieren wird, ein solches Mammut-Projekt jemals wieder anzupacken. Eine solche Erkenntnis kann man sowohl positiv als auch negativ sehen, wie man es für einen selbst wohl am Sinnvollsten erachtet.

Auf jeden Fall hat WoW etwas symbolisiert, was einfach jeder gespielt hat.

Dieses Spiel hat einfach alle Arten von Personen miteinander verknüpft, völlig unabhängig von Beruf, gesellschaftlicher Schicht oder Ähnlichem im echten Leben (Real Life; RL). So haben sich die Spieler, besonders als es noch kein Teamspeak oder Ähnliches gab, oder zumindest mir damals noch nicht bekannt vorkam, im Spiel selbst aufgrund anderer Charakteristika unterschieden, völlig unabhängig von der jeweiligen Situation im echten Leben.

Oft ist World of Warcraft auch mit dem Thema Sucht in Verbindung gebracht worden. Selbst nach den Attentaten in Oslo wurde innerhalb der Medien nur zu gerne der Hinweis “(…) er war in World of Warcraft zu finden” erbracht.

Immer wieder wurde World of Warcraft auch mit eher negativen Aspekten gleichgesetzt. Schnell wurde vergessen, dass letztlich jeder Spieler selbst für sein Handeln verantwortlich ist, und dass nicht das Spiel für Alles und Jeden herhalten musste.

Wenn ich, selbst nach all den Jahren, nun also zurückdenke, so werde ich World of Warcraft immer noch als etwas ganz Besonderes verstehen. So komisch es sich auch auf den ersten Blick anhören mag, so überzeugter bin ich von diesem Satz:

World of Warcraft hat die Welt auf eine für damalige Verhältnisse zuvor nie bekannte Art und Weise verknüpft ! 

Blizzcon 

Bevor ich es nun jedoch vergesse, möchte ich noch kurz vor Schluss ein paar Worte über die Blizzcon verlieren.

Blizzcon steht seit einigen Jahren für mich persönlich für ein Event, in der der Umgang zwischen den Entwicklern und der Spielerschaft selbst so eng wie nur irgendwie möglich erscheint.

Darüber hinaus wird man hier, selbst wenn man nur das sogenannte Virtual Ticket gekauft hat, einfach Teil des Ganzen. Auch wenn ich noch nie persönlich die Blizzcon erleben konnte, so merke ich immer wieder, besonders stark war dies zur Blizzcon 2015, als ich live mitgebloggt habe, wie genial einige Features einfach sind.

Ob man dies nun möchte oder nicht, es bleibt jedoch schwierig, sich dieser Faszination nicht hinzugeben.

Jede neue Blizzcon bedeutet auch zugleich ein weiterer Zugang in die verschiedenen Universen von Blizzard Entertainment, und damit eigentlich auch ein erster Einblick in genau Jenes, was ich am Anfang dieses Blog-Eintrags als Synonym beschrieben habe.

Schlussbemerkung

 

Ein Jeder, der auch nur irgendwie nachvollziehen kann, was ich mit Synonym meine, wird auch verstehen, wieso Blizzard Entertainment in den letzten 25 Jahren auf ihre ganz eigene Art und Weise die Welt geprägt hat.

Darüber hinaus, wüsste ich auf Anhieb auch keinen Grund, wieso dies in den nächsten Jahren nicht, wenn auch in anderer Form, mehr passieren sollte. Blizzard Entertainment bleibt Blizzard Entertainment.

In diesem Sinne, Gratulation zu diesem wahnsinnigen Jubiläum !

MfG

Tobi

calsportal.eu

Quelle (Bild; frei zugänglich): Pixabay

 

 

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