Game of Thrones Staffel 8 (5) – „Die Glocken“ – Folgenbesprechung (work in Progress)

Hallo zusammen,

zu dieser Folge wird die neueste Ausgabe von „Tobi quasselt“erst in den nächsten Tagen erscheinen, vorher möchte ich euch aber zumindest die Kurzversion nicht vorenthalten.

Das Ganze wird über Stichpunkte passieren, wie ich es ja oft präferiere. Bevor wir in die Folge übergehen noch einen wichtigen Disclaimer vorneweg.

Wenn man eine Game of Thrones-Folge kritisiert, ist dies ein Meckern auf ganz hohem Niveau. Dieses Niveau, wie auch die Frage nach der Logik, sind allerdings absolut hausgemacht. Nur weil HBO ein Budget pro Folge von 15 Mio. $ zur Verfügung stellt um den besten Schauwert of all Time zu erlangen, darf dies niemals als einfache Ausrede gelten. Für mich ist die Stringenz der Story absolut gleichwertig zur super „krassen“ Inszenierung zu sehen, wenn nicht sogar noch relevanter !

Game of Thrones – Folge 5 – Die Glocken

Folgenbesprechung

Allgemeines

• wie schon in Folge 4 gibt es richtig starke Szenen, die sich jedoch mit fürchterlichen abwechseln

• mal wieder ist es so, dass man das Gefühl hat, dass es alles ganz schnell gehen muss und für lange Erklärungen leider keine Zeit mehr besteht, so traurig sich dies auch anhören mag

• darüber hinaus, und das ist für mich wiederum der absolut nervigste Aspekt der Serie aktuell, wollen D & D wohl egal wie diese Überraschungsmomente, völlig egal, ob dieser Fall zu den jeweiligen Situationen oder den Figuren selbst passt

• einfach nur ätzend, dass die neben Homeland für mich stärkste und wichtigste Serie der letzten 10 Jahre einen solchen Makel aufzeigt !

Positives

Varys verliert sein Leben

• schon immer stand „die Spinne“ für ein eigenes Netzwerk, das sich von Essos bis Westeros durchzog

• man denke nur an Staffel 1, als es zu genialen Gesprächen mit Kleinfinger kam und man die politische Durchtriebenheit zu Gesicht bekam

• schon immer stand Varys für den Dienst am einfachen Volk, er würde selbst den Weihnachtsmann auf den Thron lassen, wenn es fürMillionen von Menschen als das Richtige wahrgenommen werden würde

• man kann zu dieser Figur stehen wie man möchte und auch ein wenig die in dieser Folge fast ziemlich dumme Vorgehensweise diskutieren, trotzdem kann dieser Tod einen leidenschaftlichen Beobachter nicht kalt lassen ; Varys brennen zu sehen, geht einfach unter die Haut und auch noch nach dem Ende der Folge

• auch wenn ich ein mögliches Vergiften, zumindest den Versuch, nicht direkt gemerkt habe (siehe hierzu das geheime Gespräch mit dem Küchenmädchen), so sieht man zumindest, dass Varys die Wahrheit über Raben an viele wichtige Personen weiterleiten wollte bzw. es getan hat

• sicherlich ist sein Handeln ein klarer Ausdruck von Hochverrat, nur hat er dies aufgrund seiner Überzeugung getan, und nicht in der Krypta ohne Wert rumgegammelt wie in Episode 3 ; er hat letztlich sein Leben ähnlich verloren, wie seine Geschlechtsorgane, nur jetzt bei klarem Bewusstsein

• Tyrion weiß um diesen so wichtigen Charakter und traut sich sogar ihm noch vor der Hinrichtung mitzuteilen, dass er es Dany verraten hat ; in genau diesem Moment verabschiedet man sich als Zuschauer nicht nur von Varys, sondern in gewisser Weise auch von der alten Erzählstruktur der Serie an sich, wenn dies nicht schon viel früher passiert sein mag

• Dany lässt Varys nicht aufgrund ihrer Vorstellung von Gerechtigkeit, wie in der Vergangenheit, hinrichten, sondern weil es nun persönlich geworden ist, und auch der Zuschauer diesen in dieser Folge so raschen Wandel langsam aber sicher vorhersehen soll

Drogon vernichtet die gesamte Eiserne Flotte

ja, ich weiß, wie krass schnell der gesamte Plot verläuft, aber die Inszenierung hat mir gefallen

im Gegensatz zur vorherigen Folge greift Dany nun im Schutz der Sonne an, so dass Euron schon fast dämlich erscheint

• es wirkt zwar ebenfalls übertrieben, wie gravierend Danys Drache nun seinen Feueratem speien darf, mir ist mir diese Einstellung so viel lieber als der rasche Tod von Rhaegal zuvor und auch in Bezug auf die späteren Szenen im späteren Teil der Folge

• zu diesem Zeitpunkt konnte man auch noch nicht diese instant zur Mad Queen gewordene Dany erleben, was sich schon fast als eine Wohltat anfühlte

Tyrion und Jaime zuletzt im Zelt

• auch diese Szene fühlte sich schon fast wie Abschied an, und auch ein wenig wie eine schon oft gesehene Handlung

• zum wirklich letzten Mal riskiert Tyrion den Bruch mit seiner Königin um das Leben zahlreicher Unschuldiger zu schützen; er weiß bereits selbst, dass ein Fehlschlagen alles zur Eskalation bringen würde

 

 

 

 

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