2,5 Jahre Blackhand: Profectio, Lithium, Horden Hoschis, paradoxum und Armamentarium (Teil I)

Hi zusammen,

wenn man alleine die Überschrift schon liest, sollte man meinen, dass ich in einem wahnsinnigen Tempo die Gilden nur so gewechselt habe, dem ist allerdings nicht so. Jetzt, wo der Weg von Blackhand weg nur noch wenige Zeit dauern wird, ist es vielleicht an der Zeit einmal über all Das zu schreiben, was man in diesen gut 2,5 Jahren erleben durfte, sowohl im Positiven als auch im Negativen. Die meisten Besucher oder Personen, die mich schon längere Zeit kennen, wissen, dass dieser Text es in sich haben wird, vielleicht wird er dies, vielleicht auch nicht, wie dem auch sei, dies ist meine Geschichte zu 2,5 Jahre Blackhand.


Profectio (Aufenthalt von Calella: 15. Januar 2013 – 13. Februar 2013)

http://www.wowprogress.com/guild/eu/blackhand/Profectio/rating.tier14

Also, fangen wir einfach mal an… Alles begann als einige Wenige aus der früheren Gilde “Armamentarium” auf dem Server Forscherliga (RP) (Allianz) sich aufmachten, all Das hinter sich zu lassen, was man vorher über Jahre oder zumindest einen längeren Zeitraum erfahren durfte oder vielleicht musste. Wie dem auch sei, als wir hier ankamen, waren wir doch sehr erstaunt, Vieles kannte man nur vom Hörensagen und doch innerhalb weniger Minuten befand man sich also nicht mehr in Stormwind auf Forscherliga, wo es gelinde gesagt alles sehr überschaubar war, sondern stand nun in Massen von gefühlt zig tausend Spielern inmitten Orgrimmars. Natürlich hat der Ein oder Andere schon früher einmal auf anderen Servern gespielt oder sich eben einen Twink just for fun erstellt, nichtsdestotrotz waren die ersten Minuten einfach atemberaubend und aufregend zugleich. Jedem von uns wurde innerhalb weniger Augenblicke klar, dass Das, was nun folgen könnte, so gar nichts mehr mit unserem früheren Aufenhalt zu tun haben wird.

Kurz vor dem eigentlichen Transfer gab es nun Kontakt zu einer anderen Hordengilde, auch von dem Server Forscherliga, allerdings bestand dieser Kontakt fast nur sporadisch und war vor allem Eines, sehr sehr spontan. Wir erfuhren nun also, dass auch eine andere Gilde aus unserer Heimat, wenn auch die andere Fraktion, Forscherliga hinter sich lassen wollte und so dauerte es nicht lange bis man sich schon einige Tage später bereits im TS wiederfand und über eine mögliche Fusion spekulierte. Dabei ging es zum Einen um Themen wie die allgemeine Struktur, Gildenregeln, Rekrutierung, Raidleitung, Lineup und zum Anderen um die Raidzeiten. Schließlich wurde dann auch gemeinsam im TS über den eigentlichen Gildennamen abgestimmt und dieser fiel eben auf “Profectio”. Bis heute ist dies einer der genialsten Gildennamen für mich, die ich kenne und, wie man wenige Zeilen später gleich erfahren wird, hatte ich immer noch die Hoffnung, diesen Gildennamen wieder unser Eigen nennen zu dürfen, aber ich greife schon vorweg.

Wie dem auch sei, als alles Wichtige entschieden war, ging es dann auch recht zeitnah mit dem Raiden los. An das damalige Raiden kann ich mich nur noch zu Bruchteilen erinnern, aber wofür gibt es bitte Video-Aufzeichnungen. Unser damaliger Holy-Paladin Fu hat es sich nicht nehmen lassen, zwei Heroic First Kills auf Video aufzunehmen, ich konnte damals leider noch nicht streamen, auch wenn ich schon über einen so langen Zeitraum davon förmlich geträumt hatte, aber nun gut, der Kill von Feng The Cursed HC und Garajal HC kann man just wieder erleben, ich selbst habe mir beide Videos erst vor wenigen Stunden noch einmal zu Genüge geführt.

Leider hat sich nun nach kurzer Zeit herauskristallisiert, dass es aus verschiedenen eher persönlicheren Gründen so nicht weitergehen konnte und so beschloss der Großteil der damaligen Gemeinschaft, wieder von Vorne anzufangen und Profectio sowohl als Gilde als auch Gildennamen den Rücken zu kehren. So kam es am 13. Februar 2013 zu einer zweiten Gildengründung innerhalb von wenigen Tagen, mit dem Namen “Lithium”.

Lithium (Aufenthalt von Calella: 14. Februar 2013 – 16. August 2013 und 22. August 2013 – 24. Oktober 2013)

http://www.wowprogress.com/guild/eu/blackhand/Lithium/rating.tier15

http://www.wowprogress.com/guild/eu/blackhand/Lithium/rating.tier16_10

Bei Lithium stand am Anfang eigentlich nicht so Vieles auf dem Programm, schließlich waren damals die meisten Mitspieler mitgezogen, von daher ging es eigentlich nur weiter. Sicherlich brauchte es aber erst einmal wieder eine Stufe 25-Gilde, was zu der damaligen Zeit aufgrund des Mass Rezz und einigen anderen Dingen von ziemlich zentraler Bedeutung war. Für Lithium stand dann jedoch als wichtigstes Augenmerk die Tatsache im Raum, dass der nächste Raidcontent nun strukturierter und erfolgreicher angegangen werden sollte.

So dauerte es auch nicht mehr lange bis der folgende Raidcontent vor der Tür stand, nämlich Throne of Thunder mit Lei Shen als eigentlichem Endboss, zumindest im normalen (im heutigen Sprachgebrauch heroischen) Modus. Die damalige Ausrichtung des Raids war für die Verhältnisse meines letzten Raids “Armamentarium” just bis vor wenigen Tagen viel progressorientierter und die eigene Herasusforderung sah man darin, ein “blaues Ranking” bei wowprogress zu schaffen, also zu den 2500 besten Gilden der Welt zu gehören, was die First Kills anbelangte.

Es ist so lange her und es würde so viel sprengen, von daher bleibe ich so kurzsilbig wie irgendwie möglich. Im August 2013, als wir glaube ich vor dem 9. HC-Kill standen, verließen uns nun sehr zentrale Spieler, darunter solche Gestalten wie Jesska, Nuriyya, Vendetta, Irsen, Yascha und vielleicht noch der Ein oder Andere, nicht mehr genau sicher. Auf jeden Fall hat mich dieser harte Schlag so getroffen, einfach auch weil es damals nicht astrein verlief, dass ich für einige Tage meine Ruhe brauchte und mir überhaupt darüber klar werden wollte, ob ich weiterhin Bestandteil von Lithium sein wollte, falls es denn weitergehen sollte.

Es ging allerdings weiter, einfach auch der Tatsache geschuldet, dass einer meiner besten Bekanntschaften in WoW, Krysalis aka Marco, sich damals für eben Jenes ausgeprochen hatte und mich, trotz meiner Unwissenheit, weiterhin in die Planung hat miteinfließen lassen. Diese Thematik weiß ich heute noch, auch wenn ich so viel Anderes schon lange nicht mehr weiß. Dies zeigt auch den Stellenwert und die gute zwischenmenschliche Komponente zwischen uns beiden Personen während Mists of Pandaria.

So ging es nun also doch weiter und es kamen neue Spieler dazu, die bestimmten Namen habe ich allerdngs vergessen. Ich kann mich zumindest noch an einen Hexenmeister namens Zulganz erinnern. Als dann der letzte Raidcontent von MoP auf die Live-Server kam und meine Zeit immer weniger wurde, schließlich fing jetzt so langsam die eigentliche Vorbereitung auf meine Masterarbeit an, habe ich für mich entschlossen, nicht mehr Teil der Raidleitung sein zu wollen, und wollte einfach etwas mehr Distanz aufkommen lassen. Allerdings fühlte ich mich schon kurze Zeit später immer mehr Fehl am Platz, viele Insider konnte ich nicht nachvollziehen, da es mir z.B. nicht mehr möglich war, bei dem Twinkraid, damalige Einführung vom Flex-Modus (heutiger normaler Modus), teilzunehmen.

Aus diesem Grund verließ mich zu jener Zeit immer mehr die Begeisterung, sowohl für die Gilde bzw. den Raid als auch für WoW an sich. Irgendwann entschloss ich mich also erst einmal, mit WoW aufzuhören bzw. eine Pause einzulegen um wieder selbst einschätzen zu können, ob das noch das Richtige für mich darstellen würde, vor allem vor dem Hintergrund, dass die Masterarbeit immer mehr Zeitaufwand mit sich bringen würde. Wie dem auch sei, WoW wurde also deinstalliert und ich loggte wenn überhaupt ein wenig in Diablo 3 ein. Zu dem damaligen Zeitpunkt dachte ich alleridngs, dass der Kontakt zu einigen Leuten trotzdem weitergehen würde, bis auf sehr Wenige war dies jedoch nicht der Fall und machte mich sehr nachdenklich.

Als ich nun wieder ein wenig Lust verspürte, zumindest sehr casual-mäßig, einen Blick in die Gilde zu werfen, fühlte ich mich eigentich noch weniger wohl als vor meiner “Pause”. Aus diesem Grund entschied ich mich dazu, die Gilde und Blackhand erst eimal zu verlassen um in der Gilde eines alten Raidkollegen als Gildenfreund unterzukommen. Es handelte sich um “Nihil me paenitet” auf dem Zirkel des Zenarius und die Person, die mich auf die Idee brachte war unser früherer Schurke zu Forscherliga-Zeiten Aysea aka Marcel.

Da sich mein Unmut über den damaligen sehr unpersönlichen Umgang während meiner Casual-Zeit in Lithium jedoch eher noch verdoppelte, entschloss ich, im Nachhinein eher etwas hitzköpfig, mich von einigen Leuten auf meiner Battle Net-Liste zu trennen. In wenigen Minuten war damit 60% der gesamten Liste weg, und zumindest für den Moment fühlte ich mich besser.

Im Januar 2014 wurde jedoch die Zeit jetzt so knapp, dass ich eigentlich nicht mal mehr für ein Einloggen und Hallo im Gildenchat auf dem Zirkel des Zenarius Zeit als auch Lust fand, und so machte ich nun eine echte Pause, diese sollte bis zu meiner nächsten Gilde, nämlich den “Horden Hoschis” reichen.

Horden Hoschis (Aufenthalt von Calella: 11. August 2014 – 28. August 2014)

http://www.wowprogress.com/guild/eu/blackhand/Horden+Hoschis/rating.tier16_10

Über einen längeren Zeitraum habe ich nun WoW überhaupt nicht mehr vermisst, kein Wunder, die paar Leute, zu denen ich noch Kontakt pflegte, unter anderem als das Addon von Diablo 3 erschien, waren meist eh schon nicht mehr in WoW gesichtet worden oder befanden sich auf ganz anderen Servern, völlig verstreut. Außerdem kam nach dem Diablo-Hype, dies war nur wenige Tage nach Abgabe meiner Masterarbeit, was sehr viel Erleichterung und Zeit mit sich brachte, nun auch der große Wildstar-Hype. Oh, wie habe ich dieses Spiel vergöttert und wie habe ich den 30. Mai 2014 herbeigesehnt, den eigentlichen Head Start. Alles schien so genial, ich hatte wieder unglaublich Spaß am Spiel und war bis in die Haarspitzen motiviert. Nun war es mir sogar auch noch möglich zu streamen und so sah es gamingtechnisch bei mir wieder richtig klasse aus.

Irgendwann schrieb mich dann Khelzunara aka Markus von früher noch einmal an, schließlich war er einiger dieser Spieler, die sich damals nach Blackhand aufmachten und auch Teil sowohl von Profectio als auch Lithium. Er wollte nurz kurz nachfragen, ob unsere alte Gilde eigentlich noch lebte. Wie man sich denken kann war ich zu dem Zeitpunkt ein wenig verdutzt, schießlich war der letzte Kontakt über ein Jahr her, was allerdings umso erfreulicher war. Markus selbst hat das Spiel allerdings nicht wirklich gefallen und so, wie leider viele andere Spieler, waren die meisten Bekannten gegen Juli 2014 auch wieder von Nexus verschwunden.

Aus diesem Grund wuchs in mir immer mehr der Wunsch, vielleicht doch noch einmal in WoW vorbeizuschauen und dies am Besten direkt auf Blackhand zu tun. Also dauerte es auch nicht mehr eine wirklich lange Zeit und schon war ich wieder dort, wo ich im Oktober 2013 aufgehört hatte. Das Problem war nur, dass ich mich auf einem Server befand, der mir zwar noch ein wenig bekannt vorkam, allerdings hatte ich so gut wie zu gar keiner Person mehr Kontakt. Ich glaube mich zu erinnern, dass Sebi und Marco zu jenem Zeitpunkt auch schon lange eine WoW-Pause eingelegt hatten und so gab es auf Blackhand einzig eine Person, mit der ich noch schreiben und im TS reden konnte, und jene Person weiß, wie viel mir das bis heute bedeutet.

Cassiobeja aka Jessy war damals eigentlich nur eine Trial-Spielerin bei Lithium, wobei sich unsere Wege dann jedoch schnell wieder getrennt hatten. Nicht aber so bei Jessy, ich hatte sie weiterhin auf meiner Freundesliste und auch bei whatsapp haben wir fast regelmäßig geschrieben, vor allem aufgrund der Verbundenheit durch eine absolute Sucht nach der Serie “Homeland”, die uns zu jenem Zeitpunkt unglaublich in den Bann zog.

Zu Jessy hatte ich also noch Kontakt, wusste jedoch nicht wirklich, ob ich weiterhin langfristig auf Blackhand raiden wollen würde. Schließlich gab es den Gedanken, spätestens zu dem Release von Warlords of Draenor wieder zu “Nihil me paenitet”, nun allerdings richtig, zurückzukehren. Um jedoch für diesen Übergang gerüstet zu sein und um endlich wieder wirklich raiden zu können entschloss ich mich nun dazu, dann eben doch bei den “Horden Hoschis” unterzukommen und wieder das Raiden während Siege of Orgrimmar (T16-Content) zu erleben. Im Nachhinein hat mir der Gildenname nie wirklich zugesagt, aber nun gut. Bei den Horden Hoschis lernte ich dann auch einen Verstärker-Schamanen namens Reallon kennen aka Dodo. Bis heute ist der Kontakt nie ganz abgebrochen und so hat auch Dies sein Gutes.

Irgendwann ging es dann jedoch gildenintern um die Planung für WoD und vor allem um die Frage, wie man für WoD die Struktur des Raids so abändern könnte, damit der Mythic-Modus realisierbar sein wrüde, ohne jedoch an Spaß zu verlieren. Aus verschiedenen internen Gründen ging es dabei jedoch nicht wirklich weiter und so entschlossen sich einige Wenige aus der Gilde eine neue Gilde zu gründen, nämlich die Gilde “paradoxum”.

Paradoxum (Aufenthalt von Calella: 30. August 2014 – 20. November 2014)

http://www.wowprogress.com/guild/eu/blackhand/paradoxum

Zu jener Gilde gibt es eigenltich mit am Wenigsten zu sagen. Am Anfang stand auf jeden Fall die Idee im Raum, so weiterzumachen wie vorher und bis zum Addon irgendwie zu rekrutieren. Auch wenn ich eigentlich nie wieder etwas mit Raidleitung zu tun haben wollte, da ich dies über einen jahrelangen Zeitraum meist gemacht hatte, wollte ich hier jedoch auch ein wenig Unterstützung leisten. Am Ende hat es jedoch aus verschiedenen internen Gründen nichts Sinnvolles mehr ergegeben. Aus diesem Grund beschloss ich, bis WoD nicht mehr zu raiden und abzuwarten, damals einzig an meiner Seite, Jessy und Dodo.

MfG Tobi

calsportal.eu

Quelle (Bild ; frei zugänglich): pixabay

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