Oscars 2016 – What is it all about ? – Highlights und eigene Gedanken

Hallo zusammen,

gestern Nacht hatte ich diesen Blog Post eigentlich ganz anders geplant. So sollte es eigentlich ein Liveblog werden, so wie es ja auf tobiaspuetter.eu im Moment vermehrt der Fall ist, nur bin ich gegen 02:30 MEZ immer  etwas mehr eingeschlafen, und habe so einzig den Anfang mitbekommen, zu dem ich jedoch einiges schreiben kann und werde.

Wirklich #OscarsSoWhite?

Bereits vor der Oscar-Verleihung 2016 gab es so viel Kontroversen wie lange nicht mehr. So war es auch kein Wunder, dass vor allem auf twitter #oscarssowhite den unterschwelligen Rassismus innerhalb der Academy anzusprechen galt. Und nun steht besonders die Frage im Raum, ob dies in irgendeiner Art und Weise zur Sprache gekommen ist, und wie dann damit umgegangen ist.

Der eigentliche Host dieser Veranstaltung war dieses Jahr der Comedian Chris Rock. Da ich zu dieser Zeit noch ziemlich mit den Gedanken zugegen war, musste ich doch sehr darüber schmunzeln, wie er absichtlich in einem weißen Anzug die Show eröffnete. Dies hatte schon einen gewissen Charme und doch auch eine klare Aussage seinerseits.

Und, bevor ich es auch noch vergesse, der erste Spruch überhaupt von Chris Rock lautete: “Welcome to the White People´s Choice Awards !”. Noch Fragen ?

Nun konnte man sich denken, dass es dabei jedoch bleiben würde, aber nicht so. Innerhalb seiner Eröfffnungsrede brachte er diese mögliche Rassismus-Debatte klar zu Sprache. Dies hatte ich persönlich zwar ein wenig erwartet, allerdings nicht in dieser Deutlichkeit. Ich war davon ausgegangen, dass hier eher eine subtilere Natur angedacht sein sollte. So schrieb ich auch kurz zuvor auf twitter Folgendes:

Wenn Ihr Euch gerade fragen solltet, wen ich denn da angeschrieben habe. Dies ist der ehrenwerte Jannick von Amazingnerds.de, den ich, nicht nur, aber auch, wegen den Oscars 2016 extra auf twitter followe. Bereits in dem letzten Podcast, zusammen mit Melf, hat mir vieles von seinen Aussagen sehr gefallen. Von daher war ich auch zu Teilen etwas gespannt, wie seine Sicht der Dinge so aussehen würde.

Anyways, auf jeden Fall hat es Chris Rock, zumindest meiner Meinung nach, gut geschafft, sowohl in irgendeiner Form die Debatte kritisch zu beleuchten, ohne jedoch auch dabei zu ernst zu werden. So musste ich z.B. extrem darüber lachen, als er meinte, wenn afroamerikanische Schauspieler doch einen Oscar bekommen wollen würden, dann sollte man doch einfach für sie bestimmte Kategorien einführen. Dies war ein sehr bissiger Spruch, und doch in dieser Situation perfekt getimet.

Leider war es dies auch schon, so konnte ich alles danach nicht mehr wirklich verfolgen, aus diesem Grund verweise ich nun auf einen Artikel auf Spiegel Online heute, in dem sich dieser Debatte auch angenommen wird.

#OscarsSoWhite lautete der Twitter-Hashtag, der als Menetekel über der 88. Verleihung stand. Am Ende hatte Rock das Ganze umgedeutet: “Black Lives Matter” rief er in den Saal, während als Begleitung der Schlussbilder die aufrührerische Hymne “Fight The Power” von Public Enemy erklang. Ein Anfang ist gemacht, aber der Kampf um Diversität im System Hollywood beginnt jetzt erst richtig.

Diese Schlussfolgerung bestätigt mich also in dem, was ich mir nach den ersten Sätzen der Eröffnungsrede gedacht hatte.

Es ist nicht einfach, ein solch brisantes Thema in einem so großen Rahmen unter zu bringen, und es spricht schon viel dafür, dass man dies sowohl auf humoristische Art und Weise dem Publikum mitzuteilen in der Lage ist, ohne jedoch hier das Ganze, damit auch Schauspieler wie Will Smith oder seine Frau Jada Pinkett Smith gemeint, der Lächerlichkeit preis zu geben.

Hut ab, Chris Rock. Mission accomplished !

Auflistung der Kategorien (nach Wertigkeit sortiert)

Bester Film

Bester Hauptdarsteller: Leonardo DiCaprio

Beste Hauptdarstellerin: Brie Larson

Beste Regie

Bester Song

Bester fremdsprachiger Film

Bester Dokumentarfilm

Bester Nebendarsteller

Bester animierter Spielfilm

Bester animierter Kurzfilm

Beste Nebendarstellerin

Bestes adaptiertes Drehbuch

Bestes Originaldrehbuch

Schlussbemerkung

Das waren also die Oscars 2016. Weitaus politischer und kritischer als man vorher annehmen konnte.

Für mich ist es auch keine echte Überraschung, dass Spotlight zum besten Film gekürt worden ist. Diese Thematik muss zur Sprache gebracht werden, und wenn es dann durch Hilfe Hollywoods, mit einem solchen Standing und einer solchen Aufmerksamkeit ist, umso besser !

MfG Tobi

calsportal.eu

Quelle (Bild; frei zugänglich): pixabay

About Tobi

Self-made logo

Leave a Reply