Overwatch Release – Between fun and rage – Mein Fazit (inkl. Stream Highlights)

Hallo zusammen,

nun sind also viele Matches gespielt und so langsam aber sicher kann man sich dann doch einmal an ein Fazit setzen.

Dieses Spiel hat etwas geschafft, woran ich ehrlich gesagt nie geglaubt habe; es hat mich dazu animiert, einen “Team Shooter” für nun alleine 9 Stunden nach Release zu spielen und sogar zu mögen. Allerdings fühlt sich Overwatch auch wie ein Ritt auf einer Rasierklinge an oder wie eine wilde Achterbahnfahrt, der man teilweise entgehen möchte, es aber nicht kann, weil es einen zu sehr packt.

Ich habe noch nie solch eine Art von Spiel gerne gespielt. Darüber hinaus habe ich allgemein nie den Reiz darin gesehen und auch die Community von Shootern immer etwas skeptisch beäugt. Sicherlich ist dies nicht gerade die fairste Vorgehensweise, nur spielen bei einer solchen Haltung eben auch so einige Vorurteile mit. Wie oft hört man solche Sprüche, dass die gesamte CS:GO-Community nur aus Kiddies bestehe und der Flame noch vor Match-Beginn bereits zugegen sei.

Vielleicht ist es so, vielleicht auch nicht, ich kann mir hier kein Urteil erlauben. Ich habe nur das Gefühl, dass Overwatch hier ein wenig anders ist.

Wie ich in einem früheren Fazit zur Open Beta schon verlauten ließ, besitzt Overwatch eben diesen einen wichtigen Vorteil, nämlich Blizzard Entertainment. So hat unter anderem die ausgestrahlte Begeisterung der Entwickler selbst mich dazu angestiftet, Overwatch in der Open Beta schon mal eine Chance zu geben und mir selbst ein Bild zu machen.

Von dieser war ich so positiv überrascht, dass ich mir sogar die Origings-Version gekauft habe. Natürlich könnte man dies nur auf die zusätzlichen Flügel in Diablo III schieben, allerdings, vielleicht im Unterbewusstsein, wollte ich Blizzard dafür eben auch belohnen.

Wenn es Blizzard bei mir schafft, solch eine Art von Spiel so viel zu spielen, dann können sie es wahrscheinlich bei jedem anderen Spieler, der vielleicht auch dieses “solche Spiele sind nicht so meins”-Gefühl vorher hatte.

Alleine die Helden und die Welt und dieses so stimmige Gesamtbild machen das Spiel einfach zu einem großartigen Erlebnis, das einen jedoch nicht nur auf Wolke 7 schweben lässt, sondern auch direkt nach einem herausragenden Match, in dem man sich super mächtig gefühlt hat, direkt wieder bis in die Hölle befördert, und dies mit einer unvorstellbaren Wucht.

Die kommenden Stream-Mitschnitte sind wirklich ein sehr gutes Abbild von einem solchen Auf und Ab. So haben wir noch gestern Abend in einer solchen Drastigkeit erleben dürfen, wie schnell man hier vom absoluten Gewinner zum absoluten Verlierer werden darf.

So habe ich selbst erfahren, wie sehr mich dumme Randoms bis zur Weißglut bringen können und wie sehr man da zu einem “Flame-Monster”, der sich über jeden kleinsten dummen Kram aufregt, mutieren kann, wenn man dann noch alleine unterwegs ist (Folgen 3 bis 5). So habe ich erlebt, wie sehr der Unterschied ist, ob man sich zu zwei oder drei Spielern (Folgen 1, 2, 6, 7, 8, 13) im Voice befindet oder eben zu sechs Spielern, die sich gemeinsam abstimmen können (Folgen 9, 10, 11, 12, 14, 15, 16).

Genau diese Mischung macht das Spiel jedoch für mich aus. Man kann alleine, mit viel Glück, richtig gute Gruppen erwischen und selbst ohne Voice super zurecht kommen. Man kann zu zweit oder zu dritt im Voice sitzen und sich dennoch über die anderen drei oder vier Pappnasen aufregen. Man kann als Gruppe, selbst zu sechs Leuten im Voice, so etwas von aufs Maul bekommen, dass man dem Weinen ziemlich nahe ist. Genau diese Achterbahnfahrt macht es meiner Meinung nach aus.

Wie Overwatch mit einem baldigen Ranking-System sein wird, lässt sich nur schwer vermuten. Allerdings glaube ich, dass es vielen Spielern dann umso mehr Motivation bieten könnte, diesem Spiel längerfristig viel Aufmerksamkeit, Schweiß und Zorn zu verleihen.

Wie wir teilweise nur noch wenige Sekunden Zeit hatten, zu verteidigen oder anzugreifen. Wie wir teilweise vielleicht nur einen echten Fehler gemacht haben und dadurch das Match verloren haben. Wie wir so richtig fertig gemacht wurden und nicht mehr wussten, wo wir stehen und wo nicht. Einfach all dies ist für mich bis jetzt Overwatch, und auf diesen Erfahrungen lohnt es sich aufzubauen.

Als Schlussbemerkung kann man auf jeden Fall festhalten, dass Blizzard ein herausragend interessantes Spiel auf die Beine gestellt hat. Wie sehr die Bezeichnung, gestern noch auf Twitch gelesen, von “Overhype” jedoch beibehalten werden kann, das kann man im Moment einfach noch nicht absehen.

Man sollte Overwatch jedoch einfach einmal eine Chance geben, selbst wenn man dem Genre eher negativ gegenübersteht und selbst wenn man nicht einmal die Beta miterlebt haben sollte. Overwatch hat es verdient, zumindest ausprobiert zu werden. Was am Ende dabei übrig bleibt, liegt an jedem Einzelnen. Diese Erkenntnis ist doch etwas, mit der man leben kann oder ?

So, und nun viel Spaß mit den bewegten Bildern, die sich teilweise mehr als richtig lohnen !

Overwatch Release – Stream Highlights – Between fun and rage

Gesamte Playlist

Overwatch alleine mit Randoms 

Overwatch mit zwei oder drei Leuten im Voice (Sebi aka Joker, Sascha aka Anatu, Matthias aka Sac)

Overwatch mit fünf bis sechs Leuten im Voice (Frank aka Hesinova, Mythenrobbe, Yesuin, Duurok, Blacky, Sebi aka Joker, Sascha aka Anatu und Matthias aka Sac)

MfG Tobi

calsportal.eu

Quelle (Bild ; frei zugänglich): pixabay

 

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