Homeland Staffel 6 – Persönliche Review – Folgen 1 – 3 “Fair Game ; The Man in the Basement ; The Convenant” (Originale US-Version auf iTunes)

Hallo zusammen,

nun hat man all die Monate gewartet und endlich ist die aktuelle Staffel wirklich am Start. Meine Begeisterung ist einfach riesig, auch wenn die Staffel schon jetzt sehr anders verläuft, als all jene zuvor.

Bitte nicht falsch verstehen, ich fand die ersten drei Folgen auf keinen Fall schlecht, allerdings fehlt bis jetzt noch dieses typische “Homeland”-Feeling, das einzig in wenigen Momenten, dann jedoch extrem heftig, aufgekommen ist.

Auch der Durchblick, worum es letztlich gehen könnte, fehlt mir persönlich noch komplett. So stochere ich immer noch ein wenig im Dunkeln. Nur war Staffel 5 zu Beginn auch eher langsam vom Tempo, was sich dann jedoch innerhalb weniger Folgen in einen wahnsinnigen Adrenalin-Rausch veränderte, von daher bin ich extrem gespannt, was noch alles auf uns Zuschauer zukommen wird.

Sicherlich sind die in den nächsten Wochen aufkommenden persönlichen Recaps vor allem an Leute gerichtet, die genau wie ich gerade die aktuelle Staffel, z.B. auf iTunes, in der Originalversion jeden Montag Abend schauen. Auf die deutsche Version im Free TV werden wir wohl noch einige Monate warten müssen. Generell gefallen mir aber die Stimmen der Protagonisten sowohl im Englischen als auch im Deutschen wirklich richtig gut.

Ich werde versuchen, diese Recaps jeden Dienstag, also kurz nach Ausstrahlung, zu schreiben, damit es noch so frisch wie irgendwie möglich ist.

Viel Spaß damit !

Homeland Staffel 6: Folgen 1 – 3 (“Fair Game” ; “The Man in the Basement” ; “The Convenant”)

Allgemein

  • bereits in der ersten Folge fühlt man sich ein wenig zurückversetzt in die aller erste Staffel in Washington D.C., nun jedoch in New York City
  • es wirkt ein wenig wie “Carrie is coming home”, und doch muss ich sagen, dass mir gerade die letzte Staffel in Berlin unglaublich zugesagt hat ; ich weiß also nicht, ob Carrie wirklich wieder unbedingt in den USA sein muss
  • allerdings ist so viel in Berlin passiert, gerade die Geschehnisse rund um Quinn, so dass es wohl relativ logisch erscheint
  • wie bereits erwähnt, empfinde ich die aktuelle Staffel vom Tempo her als eher langsam und etwas abwartend ; vielleicht soll dies jedoch auch absichtlich so ausfallen, so dass der Eindruck von “die Ruhe vor dem Sturm” aufkommt, wie auch immer dieser Sturm später aussehen wird
  • was mich bis jetzt in allen drei Folgen extrem begeistert hat, ist diese momentane extrem schwierige Beziehung zwischen Carrie und Peter ; beide Schauspieler glänzen bereits jetzt, besonders in der für mich schon jetzt absoluten Highlight-Szene am Bett (“why ?!”) ; hier musste man als Liebhaber dieser Serie einfach Gänsehaut bekommen
  • darüber hinaus finde ich die im späteren Verlauf kurz skizzierten Storystränge als wirklich glaubhaft, gut durchdacht und eher realistisch
  • der erste Eindruck nach den Folgen 1-3 ist also wirklich positiv, auch wenn man vieles einfach noch so gar nicht einstufen kann

Inhalt

  • so, nun also zu den ersten drei Folgen der aktuellen Staffel
  • zum besseren Verständnis habe ich mich explizit auf die eher zentralsten Themenschwerpunkte konzentriert, die es nun genauer zu erläutern gibt
  • auf jeden Fall gibt es noch viel mehr weitere interessante Charaktere und Aspekte, nur sollte man sich mit der größten Stärke von Homeland auseinandersetzen, und dies sind nun einmal die bekannten Personen und die damit verbundenen Rahmenbedingungen

Carrie Mathison

Ihre Tochter und ihre Arbeitsstelle

  • es ist einfach zu viel in Berlin passiert, so dass Carrie nicht nur aufgrund der unbeschreiblichen Qualen, die Peter Quinn in Berlin durchleben musste, wieder zurück in ihrer Heimat ist
  • so möchte sie vor allem, dass Franny, ihre kleine Tochter, die gar nicht mehr so klein in der aktuellen Staffel erscheint, in Ruhe aufwachsen kann ; interessanterweise war dies bereits in Staffel 5 ihr Anliegen, als sie nicht nur einen Lebenspartner hatte, sondern auch eine wirklich interessante Beraterfunktion in der Düring-Stiftung
  • letztlich musste sie jedoch nicht alles aufgeben, schließlich steht sie immer noch in Beziehung zu dieser Stiftung, nur jetzt eben in den USA ; zusammen mit ihren Kollegen kümmert sie sich um Muslime in den USA, die juristisch ungerecht behandelt werden, und auch gesellschaftliche Probleme zu durchleben haben

Der Fall “Sekou”

  • in diesem Anwaltsbüro wird sie auch schnell mit dem Fall “Sekou” vertraut gemacht, was auf den ersten Blick die Hauptkomponente der neuen Staffel ausmachten könnte ; nach der dritten Folge bin ich mir jedoch sicher, dass dies, wenn überhaupt, eher eine geringere Rolle spielen könnte
  • hierbei stellt sich heraus, dass dieser noch junge Mann, dessen Vater nach 09/11 nach Nigeria deportiert worden war, nun mit seiner Mutter und seiner Schwester eine solche Reise zu unternehmen denkt ; da jedoch, nicht zuletzt aufgrund des Zusammenhangs mit seinem Vater, die Beziehung als Moslem zu den Vereinigten Staaten eher schwierig verläuft, führt dieser eine Art Internet-Portal, das jedoch schnell terroristischer Verwicklungen beschuldigt wird
  • in diesem Zusammenhang hat Sekou von einem Bekannten, Saad Massoud, 5000 US-Dollar erhalten, wie es erst erscheint, für die Reise nach Nigeria ; dieser Bekannte ist jedoch nichts anderes als ein, wenn auch nicht gewollter, sogenannter Confident Informant, also ein Informant des FBI, der in seiner Vergangenheit Teil einer berüchtigten Gang war

  • Carrie merkt schnell, wie sehr hier die Wahrheit verdreht wird, oder es  zumindest den Anschein erweckt ; zusammen mit ihrem Kollegen versucht sie also mit all ihrer Erfahrung, dem unschuldigen Sekou zu helfen
  • allerdings, und dies ist extrem tragisch, vergisst sie, wie früher in mehreren Situationen, schon schnell, dass man bestimmte Aktionen einfach niemals ohne Konsequenzen ausführen kann ; da sie sich diesem FBI-Informanten nun trotz strickten Verbots annähert, wird der zuvor vorgeschlagene Deal, “nur” 7 Jahre Gefängnis dann doch wieder auf 15 Jahre hochgesetzt
  • auch hier wollte Carrie nur helfen, und hat es doch wieder verschlimmert ; allerdings hat sie noch gute Kontakte, und so kann sie an ein früheres Tonband gelangen, auf dem klar wird, dass der zuständige FBI-Angestellte vermehrt Druck auf Saad Massoud aufgebaut hatte, um Sekou unbedingt als potentiellen Gefährder darstellen zu können
  • wie genau sich der Fall rund um Sekou nun entwickeln wird, ist definitiv noch nicht abzusehen, und von daher eher spannend

Carrie und Quinn – eine schwierige Beziehung

  • abseits von ihrer Arbeit ist Carrie nun jedoch auch so gut wie immer im Krankenhaus um der medizinischen Therapie von Quinn beizuwohnen ; ob sie sich noch schuldig fühlt oder nicht, wird zwar nicht wirklich eindeutig sichtbar, allerdings ist das Mitgefühl, vielleicht sogar die Liebe, einfach zu groß
  • Quinn hat sich jedoch zu Beginn extrem verändert und ist zu einem physischen und psychischen Wrack geworden ; selbst als er in Carries Wohnung unterkommen kann und von Carries Kollegen unter Beobachtung steht, macht Quinn einen eher fraglichen und vielleicht sogar gefährlichen Eindruck ; gerade als er sich eine Waffe von einem Typen besorgt, der ihn zuvor bedroht und beklaut hatte, und von Paranoia geplagt wird, nicht zuletzt aufgrund von Drogenkonsum, als würde jemand es auf Carrie und ihre Tochter absehen wollen, muss man als Zuschauer doch etwas durchatmen
  • so sieht man in diesem Verhalten, dass Quinn sich wieder etwas mehr als Beschützer oder Freund oder vielleicht sogar Liebender in Bezug auf Carrie versteht, und doch ist Quinn definitiv gerade nur schlecht einzuschätzen

  • bezüglich Carrie fällt dann noch diese eine Szene auf, in der Carrie Quinn das Video seiner Qualen in Berlin vorspielt, da sich dieser an absolut nichts mehr erinnern kann ; auch als Zuschauer nehmen einen diese Bilder wirklich mit, und somit schafft Homeland sehr gut wieder genau diesen Blick zurück auf die fünfte Staffel
  • in diesem Zusammenhang stellt Quinn dann auch fest, dass Carrie ihn damals vor dem Tod retten konnte, und fragt jedoch, wieso sie dies getan habe (“why ?!) ; dieser Moment, der nur kurz andauerte, ist für mich persönlich das Highlight der ersten drei Folgen ; auf die Frage, warum sie dies getan habe, wiederholt Carrie, verdutzt, traurig und ein wenig ängstlich, einfach nur diese Frage ; in diesem Moment scheint sie am liebsten “weil ich Dich liebe” antworten zu wollen, traut sich jedoch nicht
  • wenige Minuten später ist Quinn dann jedoch so durcheinander, auch weil er schlimm geträumt hatte, dass er die Zuneigung seitens Carrie als sexuelle Anmache einstuft ; man merkt einfach, wie schwierig die Beziehung ist, und dass beide Protagonisten sich ihrer Gefühle nicht sicher sind
  • ob dies jedoch am Ende wirklich nur Freundschaft sein soll, ist doch eher fraglich ; die Beziehung der Beiden untereinander könnte jedoch an Brisanz sogar noch hinzugewinnen

Carrie und die President-Elect Elizabeth Keane

  • obwohl Carrie eigentlich mit der CIA und politischen Verstrickungen nichts mehr zu tun haben wollte, wird dies ein wenig anders
  • Saul macht Carrie schon früh deutlich, dass sie wieder zurückkehren und endlich wieder ihre geniale Arbeit bei der CIA aufnehmen solle
  • dies lehnt Carrie jedoch zutiefst ab, gerade weil sie mit ihrer aktuellen beruflichen Situation zufrieden ist
  • wenig später kommt jedoch Saul Berrenson im Anwaltsbüro vorbei und beschuldigt Carrie, dass diese die President-Elect Elizabeth Keane als Form des Transition-Teams vor der Inauguration beraten würde
  • den Grund dafür sieht Saul, ähnlich wie Dar Adal, in einer potentiellen Abkehr der Außen- und Sicherheitspolitik, auf den Nahen Osten bezogen ; hierbei sehen beide CIA-Führungspersonen zentrale Fragen der nationalen Sicherheit in Gefahr
  • Carrie kann jedoch diese Anschuldigung überhaupt nicht verstehen, und ist sogar ein wenig entsetzt, da Saul doch wisse, wie sehr sie sich von all den früheren Geschichten distanzieren wolle
  • einige Zeit später wird Carrie dann jedoch tatsächlich zur President-Elect Elizabeth Keane hinzitiert, und soll genau jene zuvor angesprochene Beraterfunktion ausführen
  • so scheint es also, dass Carrie, auch wenn zu Beginn nicht gewollt, doch wieder Teil des Systems werden könnte, was auch immer dies letztlich für sie und ihre Bekanntschaften mit sich bringen würde

Dar Adal, Saul Berenson, President-Elect Elizabeth Keane und das Atomabkommen mit dem Iran

  • wie bereits kurz erläutert, geht es Saul Berenson und Dar Adal darum, auf keinen Fall eine Abkehr der Politik des aktuellen Präsidenten ab der Ära Keane zu riskieren
  • so schwelgen diese beiden CIA-Experten nicht nur in Erinnerung, sondern versuchen so einige Tricks um den Druck auf die kommende Präsidentin der USA zu erhöhen

  • explizit geht es um das zuvor abgeschlossene Atomabkommen mit dem Iran ; die damaligen Vereinbarungen, so ihre Behauptung, würden wohl gezielt vom Iran gebrochen
  • so soll ein israelischer Hintermann mit Hilfe Nordkoreas die Arbeiten an einer möglichen atomaren Bewaffnung weiter vorantreiben
  • President-Elect Keane ist sich dieser möglichen Gefahr, was den gesamten Nahen Osten anbelangt, gerade im Hinblick auf die Beziehung zu Israel, bewusst, und schickt auf Anraten von Carrie nun Saul Berenson nach Abu Dhabi um diesen Hintermann zu befragen
  • wenige Zeit später befindet sich Saul auch inmitten von Abu Dhabi und verhört die erwähnte Person ; allerdings, und dies ist ein wichtiger Aspekt so früh in der Staffel, gibt es eben keine wirklichen schlüssigen Hinweise, im Englischen “conclusive” ; Dar Adal verschweigt jedoch absichtlich diese Tatsache und benutzt im Gespräch mit der Elizabeth Keane eben genau jenes Wort
  • diese ist schnell in Aufruhr und scheint ihre Sichtweise zumindest überdenken zu wollen, was den Nahen Osten und den Atom-Deal mit dem Iran anbelangt
  • Dar Adal lässt darüber hinaus ein Gespräch zwischen President-Elect und Carrie gezielt abhören ; was genau er damit bezweckt, ist jedoch noch nicht wirklich abzusehen

  • nach dem Verhör in Abu Dhabi reist Saul Berenson zu seiner ebenfalls jüdischen Schwester im Westjordanland (West Bank) und kritisiert sie für die Unterstützung der, seiner Meinung nach, unrechtlichen Siedlungspolitik Israels
  • nach dieser Auseinandersetzung verlässt er seine Unterkunft und steigt in ein Taxi, muss sich hier jedoch verstecken ; warum genau er dies tut, und was dies alles zu bedeuten hat, weiß der Zuschauer, mich eingeschlossen, jedoch noch gar nicht
  • vieles sieht jedoch nach einer großen Gefahr aus

Schlussbemerkung 

  • so, das war es auch schon ; die drei Folgen waren noch relativ arm an Ereignissen
  • ich bin mir jedoch sicher, dass sich das Tempo der aktuellen Staffel in den nächsten Folgen, ähnlich wie schon in Staffel 5, erhöhen wird um dann zum Ende hin an Spannung nicht mehr auszuhalten zu sein
  • ich freue mich auf jeden Fall auf die vierte Folge am Montag, und natürlich auf den nächsten Blogeintrag einen Tag später
  • somit danke fürs Lesen und bis übernächsten Dienstag !

MfG Tobi

calsportal.eu

Quelle (Bild ; frei zugänglich): pixabay

 

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