Homeland Staffel 6 – Persönliche Review – Folge 9 “Sock Puppets” (Originale US-Version auf iTunes)

Hallo zusammen,

nun haben wir also auch schon die neunte von zwölf Folgen hinter uns gebracht, und so langsam kann man wohl festhalten, dass sich der Wind dreht. Es geht schon lange nicht mehr nur darum, herauszufinden, wer hinter dieser Verschwörung steckt, sondern nun steht eher das “und was jetzt tun?” im Vordergrund. Eine Wendung, über die ich mir persönlich noch klar werden muss.

Diese Folge war in keinster Weise schlecht, allerdings hat mir anders wie in den beiden Folgen zuvor ein wenig dieser Knalleffekt gefehlt, dieser Moment, an dem man den Atem anhält (siehe Endsequenz von Folge 8 mit Astrid). Es war zu Teilen einfach viel rationaler gehalten, nur wenige Schlüsselszenen haben Gänsehaut verursacht. Es klingt vielleicht schon etwas zu kritisch, aber ich hätte mir einen etwas langsameren Übergang gewünscht, gerade, was “Quinn” anbelangt.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Blog Post relativ kurz ausfallen wird. Ich hoffe inständig, dass mich die nächste Folge noch mehr in den Bann ziehen wird, was letztlich auch mehr Sinnhaftigkeit für diese Review hier mit sich bringen kann.

So, nun aber zu einer genaueren Betrachtung meinerseits, viel Spaß damit !

Homeland Staffel 6: Folge 9 (“Sock Puppets”)

Allgemein

  • nachdem in der Folge sich so viel Spannung im Raum befand, und man sich sogar um das Leben von “Quinn” echte Gedanken machen musste, war diese Folge 9 weniger aufregend
  • generell läuft alles darauf hinaus, dass Carrie, Saul, “Quinn” und die President-Elect Elizabeth Keane nun alles versuchen werden, um sich Dar Adal, ob nun legal oder illegal, zu entledigen
  • Dar Adal, der Puppet Master, wie ich ihn persönlich immer mehr empfinde, weiß spätestens nach seiner Konfrontation mit “Quinn” zum Abschluss hin um eine nun neue Gefahr, was seine eigene Zukunft anbelangt
  • generell empfand ich diese Folge als zu hektisch, zu viele eher banale Dinge überstrahlten wirklich tiefgreifende Thematiken ; es wurde meiner Meinung nach zu viel Zeit aufgebracht, um Sätze oder Gesten zu wiederholen
  • sicherlich kann nicht jede Folge ein Adrealin-Rausch bedeuten, aber dafür, dass so viel auf dem Spiel steht, war mir dies einfach ein wenig zu dünn an einigen Ecken

Inhalt

  • so wird z.B. Franny erst gar nicht gezeigt, es geht nur darum, dass Carrie sie nun bald endlich besuchen darf
  • auch Majid Javadi, der meinte, sich auf die Seite Dar Adals stellen zu können und dann doch wieder hintergangen wird, war mir viel zu wenig im Bild
  • selbst von “Quinn” war ich teilweise sogar gelangweilt, bzw. ich verstand sein Handeln nur in gewissem Umfang
  • eine wirkliche inhaltiche Aufteilung wird hier schwierig, so beziehe ich eher die wichtigsten Charaktere auf Dar Adal und sein Handeln

Wie kann man Dar Adal zur Rechenschaft ziehen ?

Carrie Matthison, Saul und President-Elect Elizabeth Keane

  • auch wenn Carrie gerade immer noch unter der aktuellen Situation leidet, so muss sie ihr schwieriges Empinden, mit die stärksten Momente dieser Folge beim Psychologen, erst einmal zurückstellen
  • Majid Javadi lernt nämlich schnell dazu, dass man sich auf Dar Adal und seine Worte nicht verlassen kann ; vielmehr wird er vom Mossad verschleppt und kann einzig und allein noch Carrie anrufen, damit diese sein Handy orten lassen kann
  • direkt in Verbindung zu Saul finden nun beide Personen einen zentralen Beweis dafür, dass Nafisi zuvor über einen längeren Zeitraum für den Mossad gearbeitet hat ; auch wenn das Video einen fast schon folternden Majid Javadi zeigt, so ist dies mit das einzige an Beweismitteln, was man anbringen kann
  • auch wenn President-Elect Elizabeth Keane erst kurz zuvor ein eher vertrauliches Gespräch mit Dar Adal geführt hat, so wird sie nun dann doch überzeugt ; es scheint so, als wäre das Suchen nach Beweisen und Hintermännern nun erst einmal abgeschlossen

  • aus diesem Grund liegt die nun neue Priorität darauf, wie man gegen Dar Adal vorgehen kann ; als einziges wirkliches Mittel steht dabei allerdings nur eine sehr prekäre Offenlegung von Geschehnissen in Berlin zur Verfügung
  • wenn man sich erinnert hatte Saul Berenson in der fünften Staffel eine Beziehung zu einer CIA-Agentin, die wiederum als Doppelagentin für die Russen spioniert hat ; diese Tatsache und die Einbeziehung in diese eher schwerliche Lage wäre vielleicht die Möglichkeit, sich Dar Adals auf legalem Weg zu entledigen ; allerdings, und danach sieht schon vieles in Bezug auf Folge 10 aus, hätte dies auch große Konsequenzen für Sauls Laufbahn bei der Agency
  • der Streit zwischen Carrie und ihm ist ein weiteres Highlight in diesem Zusammenhang ; auf den Vorwurf Carries, wieso er es mit einer Spionin getrieben habe, entgegnet Saul nur, dass sie doch lieber an ihre Sexgeschichte mit einem Mann mit einer Selbstmordweste denken solle ; dieser Satz tut nicht nur Carrie weh, sondern auch jedem echten Fan dieser Serie ; innerhalb weniger Sekunden kommen die Bilder der ersten Staffeln wieder zum Vorschein und das traurige Ende von Seargant Brodey ; da ist Saul wohl schon etwas zu weit gegangen, mal sehen, wie Carrie in Folge 10 reagieren wird

Max

  • der Titel dieser Folge lautet “Sock Puppets” ; lange Zeit habe ich mich gefragt, wieso dieser Titel so gewählt worden ist
  • Max wiederum hilft dem Zuschauer dabei, genau dieser Frage nachgehen zu können
  • so stellt er sich bei genau jener zweilichtigen Organisation vor, in dessen Gebäude der FBI-Agent zuvor um sein Leben bangen musste
  • so wird der Mann zum Vorstellungsgespräch hinzugerufen, der für die vielschichtige Diffamierung von Elizabeth Keane (das Video ihres Sohnes in der Folge zuvor) mit Dar Adal zusammenarbeitet
  • diese Organisation schreckt wohl nicht davor zurück, sogenannte “Sock Puppets”, also Handpuppen, im Internet ein perfides Spiel spielen zu lassen ; es handelt sich in den größten Internetportalen und Social Networks um Fake-Accounts, die der Verbreitung von Progapanda dienlich erscheinen
  • diese “Sock Puppets” sollen, davon kann man jetzt schon ausgehen, wohl dabei helfen, die Integrität der neuen Präsidentin von Beginn an zu untergraben und so einen maßgeblichen Einfluss auf ihre Politik zu erreichen
  • da scheinbar auch hinter dieser Vorgehensweise Dar Adal steckt, hilft Max letztlich also auch gut dabei mit, herauszufinden, was für Machenschaften Dar Adal sonst noch zu verheimlichen hat und wie man hier dagegen vorgehen kann

“Quinn”

  • der eigentliche Skandal dieser Folge war jedoch der Umgang mit der Story Line von “Quinn”
  • in der letzten Szene von Folge 8 fast getötet, sieht man ihn nun in der Hütte sitzen, neben ihm die tote Astrid
  • als dann Polizisten die Hütte betreten, steigt er einfach ins Fahrzeug und macht sich auf den Weg in Richtung New York City
  • zuvor lenkt er allerdings den Inhaber eines Waffengeschäfts ab, um sich so gut es geht mit Waffen eindecken zu können

  • als dann Dar Adal seine eigene Wohnung betritt, kommt es zu dem Ereignis, das ich vermutet hatte ; allerdings fand ich diese kurze Konfrontation wirklich schwach
  • so schreit “Quinn” Dar erst an, da dieser ihn habe tot sehen wollen, allerdings beschwichtigt Dar ihn wohl so gut es geht, so dass es nicht zum Schuss kommt
  • mit einem Schlag mit der Waffe geht danach Dar nieder und “Quinn” hört das Gespräch mit dem Auftragskiller ab
  • nun sieht alles danach aus, als wolle er diesen Mann einfach nur töten
  • im Gegensatz zu dem zerrütteten und kräfteraubenden Zustand zuvor, wirkt “Quinn” in dieser Folge schon fast deplatziert
  • sicherlich hegt er einen Groll gegenüber Dar Adal, allerdings passiert einfach nichts ; diese Unberechenbarkeit der letzten Folge kommt hier erst gar nicht zur Erscheinung
  • ich hoffe, dass mit “Quinn” in der nächsten Folge besser umgegangen wird, und dass man vielleicht sogar noch mehr Hintergründe zu seiner Person, vielleicht sogar durch eine Rückschau seiner Vergangenheit, erfahren wird

Schlussbemerkung 

  • ich möchte nicht zu kritisch sein, allerdings sehe ich diese Folge zu Teilen als ein wenig zu leblos an
  • ich hätte mehr erwartet, an einigen Stellen ist es einfach zu hektisch und überzogen
  • gerade “Quinn” hat mehr verdient, als einfach nur als eine Art auf Rache ausgelegter Typ zu Dar Adal  zu fahren und diesen zur Rede zu stellen
  • ich hoffe, dass die Qualität von Folge 7 und 8 nun auch wieder in der nächsten Folge ähnlich groß ausfallen wird ; es handelt sich schließlich nur noch um drei Folgen im Ganzen
  • ich will einfach diesen Knalleffekt zurück ; Homeland kann so viel mehr, also bitte, let it go !
  • danke fürs Lesen und bis nächsten Montag oder Dienstag zu meiner persönlichen Review zu Folge 10 !

MfG Tobi

calsportal.eu

Quelle (Bild ; frei zugänglich): pixabay

 

About Tobi

Self-made logo

Leave a Reply