“The Cloverfield Paradox” (Netflix) – Ein echtes Prequel ? – Review (ohne Spoiler)

Hallo zusammen,

gestern während des Super Bowls 52 meinte Netflix wohl, nicht nur mich extrem überraschen zu wollen. Erst die Ankündigung des neuen Cloverfield-Films des Produzenten J. J. Abrams und wenig später direkt die Veröffentlichung. So schnell kann es also manchmal verlaufen, nur zeugt der dritte Teil nun von ebenfalls großer Qualität ?

Cloverfield

Vor einigen Jahren wusste ich ehrlich gesagt überhaupt nichts über dieses Universum (Wortwitz, wenn ihr den Film gesehen habt !), und doch hat es mich schnell gepackt. Dieser so eigene Stil, dass man als Zuschauer förmlich dabei ist, wie New York von einem riesigen Monster verwüstet wird, hat einfach nur Spaß und Spannung mit sich gebracht.

Den späteren Film “10 Cloverfield Lane” habe ich bis heute nicht geschaut, was auf jeden Fall noch nachgeholt werden muss. Nur, um ehrlich zu sein, bedarf es dies gar nicht um “The Cloverfield Paradox” nun verfolgen zu können. Dieser Film scheint auf den ersten Blick unabhängig zu sein, allerdings nur auf den ersten.

Der Plot

In dem vor wenigen Stunden weltweit veröffentlichten dritten Teil soll es nun also um ein ähnliches Setting gehen. Der Film macht in gewisser Weise den Anschein, eine Art Prequel darzustellen und Antworten zu liefern. Davon ist jedoch zu Beginn ehrlich gesagt nur wenig zu spüren.

Die folgende Handlung scheint gut 20 Jahre nach dem ersten Teil zu spielen. Die Welt als solche gerät immer mehr in einen Konflikt um Energieversorgung. Nicht nur in den USA sind solche Engpässe zu spüren, sondern auch auf der Welt als solche wird die kriegerische Auseinandersetzung, z.B. im europäischen Kontext, immer wahrscheinlicher. Es braucht eine große Lösung.

Um dieses Problem, was vielleicht die Existenz der Menschheit auf lange Sicht gefährden könnte, also in den Griff zu bekommen, erfolgt eine Reise ins All. Hier soll nun mit Hilfe eines Teilchenbeschleunigers, meist wird nur von Shepard gesprochen, die letzte große Entwicklung gelingen.

Von Anfang an liegt somit ein unvorstellbarer Druck auf der Crew. Unter anderem, man könnte schon fast von der Hauptdarstellerin sprechen, verlässt auch die US-Amerikanerin Ava ihren Heimatplaneten um auf dieser langen Mission hilfreich zu sein. Auch wenn ihr Ehemann dies nur schwerlich verkraftet, so scheint eine echte Alternative nicht wirklich gegeben.

Nach gut zwei Jahren an Bord der “Cloverfield”, einer internationalen Raumstation, gelingt es dem Team die scheinbar notwendige Energieerzeugung gemeistert zu haben. Kurze Zeit später allerdings passieren eher paranormale Vorkommnisse.

Auch die Frage nach der eigenen Dimension wird immer dramatischer. Als dann auch noch eine schwer verwundete andere Astronautin auf die Crew stößt, ist der wirkliche Ausgang, nicht nur der Mission selbst, nicht mehr absehbar.

Was spricht für den Film ?

Mehr sollte man zu der Story an sich auch nicht verlieren. Es gibt zwar, wenn man ganz ehrlich ist, nicht die wirklich großen Story Twists, dennoch lässt einen als Zuschauer das Schicksal der Crew, und auch das Leben der Menschen auf der Erde, nicht komplett kalt. Nichtsdestotrotz habe ich zu keiner Zeit ein solches beklemmendes Gefühl erfahren, wie z .B. bei der vor kurzem vorgestellten Serie “Altered Carbon”. Ich würde nicht sagen, dass die Charaktere langweilig wirken, allerdings teilweise dann doch zu eindimensional.

Neben der Optik und einigen netten Special Effects hat mich somit besonders die Frage nach dem großen Ganzen am meisten dazu bewogen, diesem Film eine Chance zu geben. Auch hier darf man nicht zu viel erwarten, eine echte Antwort liefert der Film wenn erst in den vielleicht letzten zwei Minuten an sich. Ein wenig enttäuschend.

Action ist zwar geboten, auch der Score passt in den meisten Fällen, langweilig wird es eher selten, aber man sollte keine Epik wie z.B. bei “Armageddon” erwarten. Darauf ist der Film nicht ausgelegt und sieht es wohl auch nicht wirklich als Anspruch.

Ist es nun ein Prequel oder nicht ?

Das Paradoxe an “The Cloverfield Paradox” ergibt sich zwar aus der Handlung, auch hier darf man nicht zu viel verraten, allerdings ohne echten Impact. Als Zuschauer weiß man nach Sichtung des Films eigentlich alles, bis auf eine wichtige Frage:

War dies nun ein Prequel zu den ersten beiden Teilen oder nicht ?

Um nichts vorweg nehmen zu müssen, lautet hier die Antwort: Ja, und nein !

Wieso man dies nicht allgemein erläutern kann, ergibt sich aus der Idee des Films selbst. Das Cloverfield-Universum (auch hier wieder genau auf das Wort schauen !) scheint vielschichtiger auszufallen.

Es ist nun die weiterhin zu erfolgende Aufgabe von J. J. Abrams und seinem Team, bin sehr auf den Director gespannt, im nächsten Film, der wohl schon 2018 erscheinen soll, vielleicht wieder auf Netflix, uns mehr Antworten zu liefern bzw. einen echten Zusammenhang zu schaffen.

Schluss

Abschließend hat der Film an sich Spaß gemacht. Man bekommt wohl das, was man erwartet hat, nicht mehr und nicht weniger. Damit kann ich erst einmal gut leben.

Es ist schon eine Empfehlung, diesem Film eine Chance zu geben.

Am Ende sind es jedoch maximal 4 von 5 Punkten. Grund solide, jedoch in keinerlei Hinsicht ein Meisterwerk !

4 von 5 Punkten

Offizieller Trailer

MfG Tobi
calsportal.eu

Quelle (Bild; frei zugänglich): Pixabay

 

 

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